Leitbild

Kinder basteln

Pädagogische Grundhaltung

Die Würde jedes Menschen ist unantastbar. Dieses oberste Prinzip der Menschlichkeit bestimmt das Denken und Handeln des Kinderbüros der Universität Wien.

Die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte stellen die Basis unserer Arbeit dar. Sie besagt, dass alle Kinder einen Anspruch auf besonderen Schutz, auf Fürsorge und Versorgung, auf Gleichbehandlung, auf Beteiligung sowie auf Persönlichkeitsentfaltung haben. Eine gute Beziehung und sichere Bindung zu einer oder mehreren Bezugspersonen ist neben der Erfüllung der Grundbedürfnisse eine wichtige Voraussetzung für das Lernen, denn sie verhilft Kindern zu emotionaler Balance und Sicherheit.

Weitere wichtige Voraussetzungen für kindliches Lernen sind die Gelegenheit für aktives Handeln der Mädchen und Jungen und die Berücksichtigung von Emotionen. Denn das reine Aufnehmen von Informationen ist für die kindliche Entwicklung wenig bedeutsam. Kinder brauchen die Möglichkeit, sich aktiv handelnd einzubringen. Außerdem tragen Lerngelegenheiten, die positiv emotional für das Kind sind, zu besserem Lernen bei.

Kinderschutzbestimmungen

Wir fühlen uns in unserer Arbeit den folgenden Kinderschutzrichtlinien verbunden: Kinderschutzrichtlinie

Inklusion

Im Sinne der Inklusion hat jedes Kind das Recht, die eigenen Potenziale optimal entfalten zu können, unabhängig von besonderen (Lern-)Bedürfnissen, Geschlecht, Alter, Herkunft, Kultur und Religion, sozialen oder ökonomischen Voraussetzungen. Je mehr wir über die Situation und den Hintergrund einer bzw. eines anderen wissen, desto besser können wir uns verstehen und aufeinander eingehen. Ein solches Miteinander basiert auf Anerkennung, Respekt und Zusammenhalt.

Pädagogischer Ansatz in der Wissensvermittlung

Wir nehmen Kinder als kompetente, aktiv lernende, neugierige und weltoffene Individuen ernst. Die Neugier von Kindern ist unermesslich: Sie haben großes Interesse daran, die Welt zu begreifen und zu erforschen. Kinder sind reich an Vorwissen und Kompetenzen, wollen von sich aus lernen und gestalten ihre Bildung und Entwicklung aktiv mit.

Wir verstehen Lernen als sozialen Prozess. In unserer pädagogischen Arbeit gestalten Kinder und Pädagog*innen Lernprozesse gemeinsam. Kinder lernen im Austausch mit und von anderen, durch Anregung, durch individuelle Erkundung und durch gemeinsame Reflexion. So entwickeln Kinder im Austausch mit anderen ihr Bild von der Welt. Eine lernanregende Interaktion ist durch drei wesentliche Elemente gekennzeichnet: Wertschätzende Atmosphäre, Orientierung am Kind und Dialog.

Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit stehen das Entdecken und Forschen. Entdecken bedeutet, dass Kinder ihre Welt mit all ihren Sinnen erfahren und durch aktives Ausprobieren und variierte Wiederholungen spielerisch erleben. Solche Grunderfahrungen bilden die Basis für weiteres Fragen und Lernen. Gemeinsam mit den Pädagog*innen erleben Kinder Spaß und Freude am Entdecken und Verstehen dieser Welt. Sie gestalten Bildungsprozesse aktiv mit und erfahren sich dadurch als kompetent und selbstwirksam. Beim Entdecken und Forschen werden Fähigkeiten entwickelt, die kreatives, erfinderisches und kritisches Denken fördern. Dieses Denken soll dabei helfen, Lösungen für Probleme zu finden, Verantwortung zu übernehmen und mit Spannungen und Dilemmata umzugehen.